Archiv für Mai 2010

Publikation und Ausstellung zu Ludwig I. und Regensburg

Mittwoch, 19. Mai 2010

Die Restaurierung des Regensburger Reiterstandbilds Ludwig I. wurde auch durch namhafte Historiker und Kunsthistoriker mit Vorträgen und Publikationen begleitet. So erschien pünktlich zur festlichen Wiederaufstellung ein Buch mit dem Titel „Sie haben einen kunstsinnigen König.“ Ludwig I. und Regensburg, herausgeben von Hans-Christoph Dittscheid, Peter Styra und Bernhard Lübbers mit Beiträgen zu Leben und Wirken dieses ebenso bedeutenden wie umstrittenen bayerischen Königs. Georg Haber und Maximilian Heimler berichten darin über die die Restaurierung des Reiterstandbilds Ludwig I. Zahlreiche Abbildungen illustrieren die Arbeit der Metallrestauratoren. ISBN 978-3-86845-050-7.

Publikation und Ausstellung zu Ludwig I. und Regensburg

Publikation und Ausstellung zu Ludwig I. und Regensburg

Die begleitende Ausstellung in der Staatlichen Bibliothek Regensburg über Ludwig I. und Regensburg vom 5.5- 23.7.2010 zeigt neben historischen Quellen auch sogenannte Reduktionen berühmter Reiterstandbilder, die im 19. Jahrhundert vor allem in Berliner Kunstgießereien entstanden. Georg Haber stellte dazu seine Zinkguss-Reduktion des Reiterstandbilds Friedrich II. zur Verfügung.

Tänzerin von Georg Kolbe

Montag, 17. Mai 2010

Georg Kolbe zählt zu den bekanntesten deutschen Bildhauern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein berühmtestes Werk ist die „Tänzerin“, erstmals 1912 in der Berliner Secession gezeigt, heute in der Alten Nationalgalerie ausgestellt. Durch einen unachtsamen Besucher wurde die Bronzefigur, ein Unikat, vom Sockel gestoßen. Glücklicherweise hielt sich der Schaden in Grenzen. Die sich bei dem Sturz geöffneten Fugen wurden behutsam geschlossen und die Schadensstellen patiniert und retuschiert. Um für die Zukunft die Standsicherheit der Figur zu gewährleisten wurde in die Plinthe eine Unterkonstruktion eingebaut, mit der die Bronzeplastik nun fest auf dem Sockel verankert ist.

Tänzerin von Georg Kolbe

Tänzerin von Georg Kolbe

Marienbrunnen Pfaffenhofen

Dienstag, 11. Mai 2010

Die Marienstatue musste wegen Schäden an der Verankerung zur Steinsäule des Brunnens abgenommen und in der Werkstatt Haber & Brandner restauriert werden. Die überlebensgroße Zinkgussplastik wies zahlreiche Risse in den Fügenähten auf, die eisernen Befestigungsanker waren abgerostet. Durch den Einbau einer neuen Edelstahlunterkonstruktion wurde die Standsicherheit wiederhergestellt. Die Befunduntersuchung der stark korrodierten Oberflächen der Statue ergab, dass sie ursprünglich vollständig galvanisch verkupfert war. Mit dieser im 19. Jahrhundert verbreiteten Technik gab man dem gegenüber Bronze relativ preisgünstigem Zinkguss das Aussehen eines Bronzestandbilds. Diese Fassung / Bronzierung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege rekonstruiert. Am 11. Mai 2010 hob ein Autokran die Statue wieder auf die hohe Steinsäule über dem Marienbrunnen auf dem neu gestalteten Hauptplatz der Stadt.

Marienbrunnen in Pfaffenhofen a.d.Ilm

Marienbrunnen in Pfaffenhofen a.d.Ilm

Wiederaufstellung des Reiterstandbilds Ludwig I. vor dem Regensburger Dom

Sonntag, 9. Mai 2010

Die feierliche Wiederaufstellung des Reiterstandbilds Ludwig I. vor dem Regensburger Dom. Am Sonntag, dem 9. Mai 2010 wurde die ca. 1,6 Tonnen schwere Bronzeplastik nach einer umfassenden Restaurierung und Konservierung durch die Metallrestauratoren von Haber & Brandner im Rahmen einer Festveranstaltung der Brauerei Bischofshof wieder auf ihren Sockel gegenüber der Südfassade des Doms aufgestellt. Im Jahr 1902 hatten die Regensburger Bürger das von Ferdinand von Miller modellierte und gegossene Reiterstandbild enthüllt. 1936 veranlassten die Nationalsozialisten die Umsetzung des Denkmals in die Allee beim Hauptbahnhof. Vernachlässigung, Luftschadstoffe und die Harze der Bäume ließen eine unschöne Patina entstehen.

Wiederaufstellung des Reiterstandbilds Ludwig I. vor dem Regensburger Dom

Wiederaufstellung des Reiterstandbilds Ludwig I. vor dem Regensburger Dom

Das Denkmal Ludwig I. war zudem nahezu in Vergessenheit geraten. Auf Initiative des Vereins „Welterbe Kulturfonds Regensburg – Die Förderer e. V.“ konnte die Restaurierung und Rückführung des bedeutenden Bronzestandbilds mit finanzieller Unterstützung durch die Brauerei Bischofshof, die Krones AG und weiterer Sponsoren realisiert werden. Mit der Wiederaufstellung dieses Denkmals am ursprünglichen Standort ist Regensburg als Unesco – Weltkulturerbe um ein historisches Highlight reicher geworden.