Salzburger Fachmesse für Denkmalpflege „Monumento 2012“

5. Dezember 2011

Am 12. Januar 2012 eröffnet im Messezentrum Salzburg die publikumsoffene Denkmalpflege – Fachmesse „monumento“ ihre Pforten. Wir freuen uns sehr, dass unsere Metallrestaurierungswerkstätten Haber & Brandner im Zuge der Restaurierungsarbeiten am Salzburger Hauptbahnhof vom Landeskonservatorat Salzburg zur Teilnahme an dieser innovativen Messe gebeten wurden. Die „Monumento Salzburg“ soll eine neue grenzüberschreitende Plattform für Denkmalpflege, Restaurierung und Konservierung in Österreich werden und in zweijährigem Rhythmus stattfinden. Im Ehrenbeirat der Monumento sind das Österreichische Bundesdenkmalamt, der Österreichische Restauratorenverband, die Abteilung Denkmalpflege der Südtiroler Landesverwaltung und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege vertreten. Das Team von Haber & Brandner steht Ihnen mit Dr. Georg Haber, Dipl.-Ing. Jana Drost, Maximilian Heimler M.A., Dipl.-Rest. Alexander Löwe, Dipl.-Rest. Mandy Reimann und Dipl.-Rest. Henrike Rutsche vom 12. -14. Januar 2012 in Halle 1, Stand 508, für Informationen und kompetente Fachberatung sehr gerne zur Verfügung.

Besuchen Sie unseren Stand auf der neuen Fachmesse für Denkmalpflege MONUMENTO in Salzburg vom 12. – 14.01.2012: im Messezentrum Salzburg – Halle 1, Stand 508

Link: www.monumento.at

Haber & Brandner - Metallrestaurierung

Haber & Brandner - Metallrestaurierung

Korrosionsschutz in der Denkmalpflege

26. November 2011

Im Herbst 2011 konnten die Metallrestauratoren von Haber & Brandner ein Forschungsprojekt mit dem Thema „Korrosionsschutz in der Denkmalpflege“, das durch die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) gefördert wurde, erfolgreich abschließen. In der AiF begegnen sich Wirtschaft, Wissenschaft, und Forschungsinstitutionen mit dem Ziel, Deutschlands innovativen Mittelstand zu fördern. Innerhalb des Forschungsprojektes wurde in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung die Korrosionsschutzwirkung von Bleimennige und modernen restrostverträglichen Alternativen sowohl auf Neuproben als auch auf vorkorrodierten und historischen Probekörpern verglichen. Darüber hinaus wurden Wege gesucht, die modernen Korrosionsschutzmittel so zu modifizieren, dass sie auf die speziellen Erfordernisse in der Denkmalpflege individuell abgestimmt werden können.

Start eines neuen Forschungsprojektes:

Am 01.11.2011 wurden die Metallrestauratoren von Haber & Brandner mit der Teilnahme an dem neuen Forschungsprojekt mit dem Titel: „Entwicklung eines neuartigen Anlegemittels für die Blattvergoldung, modellhafte Anwendung und Umsetzung in die Praxis“ beauftragt. Das Projekt wird wie auch das vorhergehende Korrosionsschutzprojekt über die AiF Projekt GmbH und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) innerhalb des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) gefördert. Ziel des für zwei Jahre angesetzten Projekts ist es, in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung, ein neuartiges Anlegemittel für die Blattvergoldung zu entwickeln.

 

 

Salzburg Hauptbahnhof: Restaurierung der Bauornamentik

25. November 2011

Der Salzburger Hauptbahnhof wird zu einem Durchgangsbahnhof umgebaut. Die Metallrestauratoren von Haber & Brandner haben die Restaurierungsarbeiten an der historischen Bauzier aus Zinktreibarbeit, bestehend aus Flügelrädern, Wappenadler und Säulenverkleidungen in enger fachlicher Abstimmung mit dem österreichischen Bundesdenkmalamt und den ÖBB abgeschlossen. Die durch Kriegseinwirkungen und Korrosion stark geschädigten Zinkblechornamente und Dachfiguren wurden in den Werkstätten ausgerichtet, die Trägerkonstruktionen stabilisiert und soweit erforderlich in Originaltechnik und –material ergänzt. Die Oberflächenreinigung und Abnahme der alten Farbschichten erfolgte mittels Trockeneisstrahlen, um die historischen Bleche nicht zu belasten. Nach der Konservierung und Neufassung mit einem modernen Beschichtungssystem wurden die Zierteile wieder in den historischen Baubestand eingefügt.

Hauptbahnhof Salzburg

Hauptbahnhof Salzburg

Restaurierungsarbeiten am Mainzer Schloss

24. November 2011

Das kurfürstliche Schloss in Mainz ist wohl nach dem Dom das bedeutendste Baudenkmal der Stadt. Der älteste Teil wurde 1627-31 unter Erzbischof Georg von Greiffenklau im Stil der Spätrenaissance errichtet und in den folgenden Jahrzehnten mehrfach erweitert und ausgebaut. Nach der Vertreibung des Kurfürsten 1797 diente das Schloss als Kaserne, Militärlazarett und Warenmagazin. Heute ist es Sitz des Römisch-Germanischen Zentralmuseums und des Congress Centrum Mainz. Derzeit wird das Schloss mit Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz restauriert. Die Metallrestauratoren der Firma Haber & Brandner erhielten den Auftrag, die Fenster- und Balkongitter zu restaurieren. Die filigranen Schmiedearbeiten mussten stabilisiert, teilweise ergänzt und mit einer Farbfassung nach historischem Vorbild konserviert werden.

Restaurierung Mainzer Schloss

Restaurierung Mainzer Schloss

Kriegerdenkmal von 1837 in Traunstein

8. November 2011

Das gusseiserne Kriegerdenkmal in Traunstein musste wegen gravierender Schäden an der Innenkonstruktion abgebaut und in den Werkstätten Haber & Brandner in Regensburg grundlegend restauriert werden. Das Denkmal für die beim Russlandfeldzug Napoleons gefallenen Traunsteiner Soldaten zählt zu den frühesten bayrischen Kriegerdenkmälern aus Eisenguss. Es wurde in der königlichen Eisengießerei Maxhütte in Bergen gegossen, wie die Gießersignaturen an mehreren Teilen belegen. Die künstlerischen Vorbilder dieses Denkmals in Form eines Obelisken sind die von Karl Friedrich Schinkel nach dem Russlandfeldzug Napoleons 1812 entworfenen gusseisernen Denkmäler und der 1833 in Bronze gegossene Obelisk am Münchner Karolinenplatz. Bei der Restaurierung musste die Innenkonstruktion des Denkmals vollständig erneuert werden. Die Inschriften und die am Obelisken montierten Trophäen wurden blattvergoldet. Die Farbfassung wurde an Hand alter Photographien in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege rekonstruiert. Am 8. November, kurz vor dem Volkstrauertag, konnte das Denkmal mit einem großen Autokran wieder auf seinen Steinsockel gesetzt werden.

Kriegerdenkmal Traunstein

Kriegerdenkmal Traunstein

Konservierungsarbeiten am Reiterstandbild Friedrich II. in Berlin Unter den Linden

9. Juni 2011

Am 31. Mai 1851 wurde das monumentale Reiterstandbild Friedrichs des Großen, genannt der „Alte Fritz“ auf der Straße Unter den Linden in Berlin feierlich enthüllt. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs war seitens der politischen Führung der DDR die Beseitigung geplant, nur knapp entging das Bronzedenkmal dem Einschmelzen. Über 20 Jahre stand es dann im Park von Schloss Sanssouci, bevor es Ende der 80er Jahre wieder an seinen Standort zurückgeführt wurde.

Die Restauratoren mit dem Alten Fritz

Die Restauratoren mit dem Alten Fritz

Das Denkmal gilt als das Hauptwerk des Berliner Bildhauers Christian Daniel Rauch, nach dessen Entwurf die Bildhauer Albert Wolff, Gustav Bläser, Hugo Hagen, Carl Wolgast und weitere Kollegen die Modelle für den Bronzeguss erarbeiteten. Ähnlich wie die Quadriga auf dem Brandenburger Tor ist dieses Denkmal in das Programm zur Pflege und Wartung der Bronzedenkmäler in Berlin Mitte integriert. Unter anderem werden auch die Bronzestandbilder der Generäle Blücher, Gneisenau und York im Prinzessinnengarten, sowie die Bronzestatuen von Beuth, Schinkel und Thaer am Schinkelplatz regelmäßig inspiziert, gereinigt und konserviert. Im Mai 2011 haben die Metallrestauratoren der Berliner Werkstatt Haber & Brandner Im Rahmen dieses Wartungsplans eine umfassende Reinigung, Konservierung und Bestandskartierung des Reiterdenkmals Friedrichs des Großen vorgenommen.

Restaurierung des Bogenschützen: Bronze oder Galvanoplastik?

18. Mai 2011

Im Schlosspark Potsdam Sanssouci steht unterhalb der Orangerie ein monumentaler Bogenschütze in Kupfertreibarbeit, um 1902 modelliert von dem Bildhauer Ernst Moritz Geyger. Eine kleinere Kopie ist im Ebertpark in Ludwigshafen vor einem Pavillon aufgestellt. Wegen Vandalismusschäden musste diese Statue restauriert werden. Zuerst war die Frage zu klären, ob diese Kopie in Bronze oder in der Technik der Hohlgalvanoplastik hergestellt wurde. Nach der Befunduntersuchung war klar, dass es eine Hohlgalvanoplastik ist.

Durch weitere Recherchen konnte auch die Provenienz ermittelt werden: Die „Galvanoplastische Kunstanstalt Geislingen-Steige“ (heute WMF) war um 1900 europaweit führend in der Herstellung solcher Bildwerke in dieser Technik. Die Metallrestauratoren von Haber & Brandner sind auf die Restaurierung und Konservierung von galvanoplastischen Denkmälern und Figuren spezialisiert.

Restaurierung des Bogenschützen

Restaurierung des Bogenschützen

Merseburger Fürstengruft wieder geöffnet

16. Mai 2011

Mit einem Festakt ist Donnerstag 12.Mai 2011 im Merseburger Dom die Fürstengruft wiedereröffnet worden. Diese Fürstengruft gehört zu den bedeutendsten Grablegen in Mitteldeutschland. Mit dem Aussterben der wettinischen Linie Sachsen-Merseburg im Jahr 1738 war sie in Vergessenheit geraten und zeitweise vom Abbruch bedroht. Verschmutzung und Feuchtigkeit hatten an den 35 prächtigen Zinnsärgen und zwei Holzsärgen ihre Spuren hinterlassen. Darüber hinaus gab es mehrmals Einbrüche in die Gruft, bei denen die Särge stark beschädigt wurden.

Nun, nach zweijähriger Restaurierung in der Berliner Werkstatt von Haber & Brandner, sind diese wieder in die ebenfalls frisch sanierte Fürstengruft zurückgekehrt und können erstmals in kleinen angemeldeten Gruppenführungen besichtigt werden. Das Projekt wurde initiiert von den Vereinigten Domstiftern zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz und gefördert im KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder. Weitere Förderer: Hermann Reemtsma Stiftung und verschiedene Einzelspender.

Merseburger Fürstengruft wieder geöffnet

Merseburger Fürstengruft wieder geöffnet

Tritonen-Brücke im Schlosspark Sanssouci

5. Mai 2011

Durch die alte Denkmalpflegetradition bei den preußischen Schlössern und Gärten hat sich im Schlosspark Sanssouci eine Eisengussbrücke des frühen 19. Jahrhunderts in nahezu unverändertem Originalzustand erhalten. Zu der industriegeschichtlichen Bedeutung der heute nur noch seltenen Gussbrückenkonstruktionen stellt die, nach den Verzierungen mit Meeresgöttern – Tritonenbrücke – genannte, Schlossbrücke einen wichtigen, seit der Erbauung im Jahr 1835 unveränderten Fixpunkt für die ursprüngliche landschaftliche Gestaltung des Schlossparterres dar. Die ausschließlich aus Eisengusselementen montierte Brücke war der erste dauerhafte Übergang an dieser zentralen Stelle im Schlosspark Sanssouci.

Tritonen-Brücke im Schlosspark Sanssouci

Tritonen-Brücke im Schlosspark Sanssouci

Als der Landschaftsarchitekt Lenné die ursprünglich am Parkgraben endende Gartenanlage nach Süden erweiterte, gab Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) seinem Architekten Ludwig Persius den Auftrag, hier eine gusseiserne Brücke zu errichten. In Begleitung der derzeitigen Bearbeitung sind die Bestandssicherung der historischen Substanz und die Analyse des historischen Befundes wichtigster Bestandteil der denkmalgerechten Erhaltung. Die Brücke wird derzeit in konzeptioneller, beratender und dokumentierender Zusammenarbeit mit Haber & Brandner demontiert, restauriert und anschließend originalgetreu wieder aufgebaut.

Restaurierungsprojekt Schloss Stolzenfels

28. April 2011

Die im 13. Jahrhundert erbaute Burg Stolzenfels bei Koblenz wurde von Karl Friedrich Schinkel und Friedrich August Stüler zur Sommerresidenz für den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. umgebaut. Die Gestaltung im Stil der Neugotik entsprach dem Zeitgefühl der Romantik, sie wurde für zahlreiche weitere Restaurierungen von Burgen und Schlössern am Rhein zum Vorbild. Die Gartenanlage gestaltete Peter Joseph Lenné. Sie wurde im Kontext der Bundesgartenschau in Koblenz 2011 rekonstruiert. Die Restauratoren von Haber & Brandner haben im Schloss nahezu alle Objekte aus Metall bearbeitet.

Besonders hervorzuheben sind die gusseisernen Brunnen, die Rahmenkonstruktionen der historischen Fenster, die Laternen und der Baldachin über der Wohnung des Königs. Ein herausragendes Objekt ist der so genannte Adlerbrunnen. Er wurde 1842 nach Modell von Christian Daniel Rauch von der königlichen Eisengießerei Berlin gegossen und dem König zum Geschenk gemacht. Die Adlersäule musste für die Wiederaufstellung mit einer neuen Innenkonstruktion stabilisiert werden. Die Restaurierungsarbeiten konnten pünktlich zur Eröffnung der BUGA abgeschlossen werden.

Das Schloss und die Gartenanlage sind vom 15.04.2011 bis 16.10.2011 von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

Restaurierungsprojekt Schloss Stolzenfels

Restaurierungsprojekt Schloss Stolzenfels