Reiterstandbild in Lüneburg

Das Denkmal für die Gefallenen des 13. Kavallerieregiments wurde im Jahr 1939 vor der Schlieffenkaserne in Lüneburg aufgestellt. Gestaltet hat es der deutsche Bildhauer August Waterbeck. 1956 wurde das Standbild an seinen jetzigen Standort in der Parkanlage am Schifferwall verbracht und auf einen neuen Granitsockel gesetzt.

Reiterstandbild nach Restaurierung

Reiterstandbild nach Restaurierung

Bei dem Reiterstandbild handelt es sich um eine Hohl-Galvanoplastik mit einer Materialstärke von ca. 5 – 8 mm. Im Fokus stand die Frage nach der Standsicherheit. Die Voruntersuchung und die Sichtprüfung ergaben erhebliche Zweifel an der Tragfähigkeit der Pferdebeine. Die Galvanohaut zeigte hier massive Risse, Verformungen und Fehlstellen. Das innere Tragwerk wies an mehreren Stellen deutliche Korrosion und korrosionsbedingte Querschnittsverluste auf. Mit einer endoskopischen Voruntersuchung konnten die Hauptfragen bezüglich Material, Herstellungstechnik (Kupferhohlgalvanoplastik) und Schadensbildern im Inneren des Standbilds geklärt und ein differenziertes Maßnahmenkonzept entwickelt werden. Mit Hilfe eines Transport- und Hebegestelles wurde das Reiterstandbild demontiert und in die Berliner Metallrestaurierungswerkstatt Haber & Brandner transportiert. Hier wurde die Originalsubstanz statisch ertüchtigt und konserviert. Nach einer Retusche der bearbeiteten Bereiche und einer Konservierung mit Mikrokristallinwachs konnte das Reiterstandbild an seinem neuen Standort in Lüneburg wieder aufgestellt werden.

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